My trip to England - it`s time for an adventure!

9 months in Surrey

23April
2018

Von London nach Irland zurück nach Weybridge - die Osterferien! :-)

"One day you'll leave this world behind, so live a life you will remember."- Avicii

(Eines Tages wirst du diese Welt hinter dir lassen, also lebe ein Leben, an das du dich erinnern wirst.)

Das Zitat von Avicii habe ich aus zwei ganz bestimmten Gründen für meinen neuesten Blogeintrag gewählt. Zum einen ist der schwedische DJ, dessen Musik mich durch viele Jahre begleitet haben und dessen Musik ich sehr bewundert habe, vor ein paar Wochen verstorben. Gerade einmal mit 28 Jahren ist der junge Musiker von uns gegangen. Eine Nachricht, die mich sehr geschockt hat. Sein Zitat stammt aus dem Song "The Nights" und passt sowohl zu seinem viel zu frühen Tod, als auch zu meinem Leben. Klingt etwas komisch im ersten Moment, doch Avicii wusste, dass jeder von uns irgendwann einmal die Erde verlässt und hat größenteils ein tolles Leben geführt. Auch für mich ist dieser Spruch zu einer Art Lebensmotto geworden, denn ich möchte so viel wie möglich erleben und nichts am Ende meines Lebens bereuen. Ich will die Welt entdecken, wunderbare Menschen kennenlernen, Spaß haben, ja auch mal Dummheiten machen über die man später lachen kann....ich will das Leben spüren!

Wie ihr bereits wisst, hatte ich vor einer ganzen Weile 2 Wochen Urlaub, und zwar die letzte Märzwoche und die erste Aprilwoche. Ich kann mich wirklich glücklich schätzen so viel Urlaub zu haben, denn ich bekomme ihn zwar nicht bezahlt, aber ich könnte viele Orte gar nicht sehen ohne ihn, da vieles einfach zu weit weg ist für ein Wochenende. An meinem ersten Wochenende bevor mein Urlaub los ging, fuhr ich am Sonntag mit meiner Freundin Margaux nach Dover. Dort haben wir uns das Dover Castle und die berühmten Kreidefelsen von Dover angeguckt. Die Burg war wirklich gigantisch und sehr mittelalterlich, während der Klippen einfach nur beeindruckend waren. Es waren gar nicht mal so sehr die Klippen selbst, aber einfach nur auf ihnen entlang zu wandern und dabei direkt das blaue Meer neben sich zu haben. Das war einfach dieses Freiheitsgefühl, welches einem das Meer gibt, und das hatte ich schon fast ein bisschen vermisst. Wir hatten einen tollen Tag in Dover, aber waren vom ganzen Laufen und Wandern am Ende ganz schön geschafft. tongue-out

Meinen ersten Urlaubstag, den Montag, entspannte ich mich nur und fuhr lediglich nach Walton um noch die letzten Besorgungen für die Ostergeschenke zu machen. Dienstag war es dann endlich soweit. Meine beste Freundin und ihre Mutter kamen mich in London besuchen! Wie ihr wisst, hat mich Angi im Januar schon einmal besucht, aber da sie mich nochmal besuchen wollte und ihre Mutter noch nie in London war, kamen beide für ein paar Tage nach England. Am Dienstag ging leider erst alles schief, da meine Züge vormittags alle gestrichen wurden! Erst machte es mich total traurig und wütend, da uns so ja weniger Zeit in London blieb. Doch statt noch Stunden zu warten, nahm ich dann ein Taxi nach Wimbledon und fuhr von dort aus mit der U-Bahn. Wer sich jetzt fragt ob ich zu viel Geld habe: Nein definitiv nicht, aber es war mir einfach sehr wichtig, die beiden so früh wie möglich zu sehen. Mit etwas Verspätung traf ich dann in London ein und war total glücklich die beiden zu sehen. Zu meiner großen Überraschung haben sie mir mit dem Flugzeug meine Lieblingskäsewürfel aus Deutschland importiert. Ich habe mich sooo sehr gefreut, das könnt ihr euch nicht vorstellen. Als erstes zeigten Angi und ich ihrer Mutter den Portobello Market und danach ging es weiter mit den Sehenswürdigkeiten, wie u.a. die Houses of Parliament, das London Eye, den Buckingham Palace und die Tower Bridge. Abends waren wir dann noch in einem italienischen Restauarant von Jamie Oliver essen. Die Atmosphäre in dem Restaurant war toll und das Essen super lecker. smile

Am Mittwoch ging es dann zum etwas weiter entfernten Camden Market, da dieser einer meiner Lieblingsmärkte ist und ich ihn unbedingt Angi zeigen wollte, weil ich weiß, dass sie Märkte total mag und dieser wirklich außergewöhnlich ist. Mit dem Wetter hatten wir leider kein Glück, aber da wir diesmal etwas weiter gegangen sind, habe auch ich festgestellt, wie groß und vielfältig der Camden Market ist. Man findet dort wirklich alles, und vor allem Essen aus allen Ländern der Welt. Wenn in den nächsten Wochen mal wieder schönes Wetter ist, dann möchte ich dort auf jeden Fall nochmal hin und etwas von dem leckeren Essen probieren und einfach mich dort für ein paar Stunden treiben lassen. Am frühen Nachmitag schauten wir uns dann London von oben an, in dem berühmten Sky Garden. Auch für mich war es das erste Mal dort, und obwohl es draußen sehr regnerisch war, hatte man eine fantastische Aussicht und hat sehr viele Sehenswürdigkeiten von oben gesehen. Es war wirklich toll dort oben und ich empfehle es jedem, der in seinem Leben nochmal nach London möchte für ein paar Tage. Am Abend waren wir dann noch bei einem Mexikaner am Leicester Square, weil wir alle drei mexikanisches Essen lieben. Und ohne Spaß: Ich habe dort den besten Burrito meines Lebens gegessen. Spät abends war ich dann in Weybridge auf einer Osterparty, die von meiner Sprachschule organisiert wurde. Wir suchten draußen nach Ostereiern, denn bei den Engländern ist es Tradition, dass Schokoladeneiern in allen möglichen Größen draußen oder im Haus versteckt werden und die Kinder suchen sie dann mit einem Körbchen in der Hand. Margaux und ich landeten mit unseren vielen Schokoeiern auf dem 2.Platz. Es war zwar ein recht kurzer, aber lustiger Abend, der mir sehr wichtig war, da meine Au Pair Freunde und ich uns darauf für die nächsten 3 Wochen nicht sehen konnten.

Donnerstag war dann der letzte Tag für Angi und ihre Mutter in London, und so trafen wir uns vormittag nur noch um in das Hard Rock Café zu gehen und zum Oxford Circus zu fahren. Am frühen Nachmittag war es leider auch schon Zeit Abschied zu nehmen und ich muss sagen, ich fühlte mich danach ziemlich leer. Es regnete, ich war allein und wusste, dass ich die beiden erst im Juli wiedersehen werde. Um mich abzulenken und noch etwas sinnvolles in London zu machen, habe ich mir anschließend die gesamte National Gallery am Trafalgar Square angeschaut. Und wenn ich sage "die ganze" dann meine ich das auch so. Ich war in jedem einzelnen Raum dieser riesigen Kunstgallerie (auch wenn ich mich gar nicht soo sehr für Kunst interessiere) und habe dabei zum Beispiel auch das berühmte Bild "Sunflowers" von Vincent van Gogh gesehen, und zwar das Original! laughing

Nachdem ich Freitag einen Ruhetag eingelegt habe, bekam ich dann am Samstag schon wieder Besuch. Diesmal von meinem Papa und seiner Freundin aus München. Ab Sonntag stand ja unser gemeinsamer Urlaub in Irland an, aber davor wollten die beiden sich London nochmal anschauen, da sie zwar schon einmal da waren, es jedoch schon einige Jahre her ist. Am Nachmittag trafen wir uns an der Tower Bridge, und etwas später fuhren wir gemeinsam mit dem London Eye. Das war etwas, dass auch auf meiner Bucket List stande, aber keiner mit mir machen wollte, weil es für sie "Geldverschwendung" sei. Ich hatte allerdings einen Rabatt Coupon und da die beiden sowieso schon immermal mit dem London Eye fahren wollten passte das super. Wir hatten den Zeitpunkt auch super abgepasst, denn kaum unten wieder angekommen fing der Regen an und hörte auch sobald nicht auf. Abends ging es dann noch in ein leckeres Burger Restaurant und dann sahen wir uns am nächsten Tag wieder. Wir hatten Sonntag leider nicht viel Zeit, da wir um 16 Uhr schon am Flughafen sein mussten, also versuchte ich meinem Papa und seiner Freundin Anke London die wichtigsten Orte sofern es mnöglich war zu zeigen. Es war leider sehr stressig für uns alle, weshalb die beiden entschieden irgendwann nochmal wiederzukommen und dann auch etwas länger zu bleiben.

Abends war dann der Moment gekommen. Wir flogen nach Belfast um für die nächsten 7 Tage Irland zu erkunden. Ich freute mich schon ewig darauf und war auch im Flugzeug ganz gespannt darauf, was die nächste Woche so bringen wird. Den Montag verbrachten wir damit, die Haupstadt Nordirlands, Belfast, zu erkunden. Mit dem Wetter hatten wir leider total Pech, denn es regnete wirklich von früh bis spät. Trotzdem blieben wir tapfer und haben uns alles Wichtige angeguckt, angefangen vom riesigen und beeindruckenden Rathaus, über die Waterfront Hall, den "Big Fish" und den Victoria Square, bishin zum Titanic Quater. Ich dachte zwar am Anfang ein Tag würde nicht reichen um einen guten Eindruck von Belfast zu bekommen, aber ich wurde im Laufe des Tages vom Gegenteil überrascht. Unseren erste richtigen Irland Tag auch ordentlich ausklingen zu lassen, gingen wir abends in einen Pub, so wie es die meisten Iren jeden Tag machen. wink

Dienstag, also an unserem zweiten Tag, wollten wir dann den Rest Nordirlands erkunden. Deshalb hatten wir eine Bustour gebucht, die als ersten Halt am berühmten "Giant's Causeway" machte. Wem das nichts sagt, es handelt sich dabei um eine UNESCO-Welterbestätte an der Nordküste Irlands und ist so ziemlich das sehenswerteste dort. Er besteht aus ca. 40.000 Basaltsäulen und ist vorallem durch die Serie "Game of Thrones" bekannt. Es hat dadurch auch nur von Touristen gewimmelt, aber die Reise dorthin hat sich sowas von gelohnt. Es ist wirklich atemberaubend was die Natur so alles schaffen kann und ich fande es dort sehr beeindruckend. Der einzige "Störfaktor" war der starke Wind und die Kälte, aber das gehört eben auch zu Irland dazu. Auf dem Rückweg haben wir u.a. noch an der "Old Bushmills Distillery" , vor der kleinen Insel "Carrick-a-Rede" und am "Carrickfergus Castle" angehalten. Nach unserer langen Bustour haben wir abends wieder einen Pub besucht und diesmal habe ich mich auch mal entschieden ein Bier zu trinken, denn das gehört ja irgendwie zu einem Irland-Urlaub dazu. Es war ganz in Ordnung, aber mein Papa und ich waren uns einig: Zum großen Biertrinker werde ich in diesem Leben nicht mehr. tongue-out

Den Mittwoch könnte man sogesehen als Ruhetag und als Halbzeit unseren Urlaubs sehen, auch wenn die Hälfte noch gar nicht rum war. Der Grund warum ich den Tag aber so sehe ist, dass wir hauptsächlich nur die zweite Etappe unserer Reise angetreten sind, denn wir fuhren mit dem Bus von Belfast nach Dublin, und somit verließen wir Großbritannien und kamen nach guten 2 Stunden in Irland an. Den Rest des Tages haben wir nur noch unser Hotel gesucht und sind essen gegangen. Am nächsten Tag haben wir dann die Hauptstadt Irlands, Dublin, erkundet und all den schönen Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die interessante "Samuel Beckett Bridge", das historische "Trinity College", den schönen "St. Stephen's Green" Park und natürlich die wichtigen "St. Patrick's Cathedral. Nicht zu vergessen ist jedoch das Temple Bar Viertel, indem es nur so von Pubs wimmelt. Jeder Pub sieht von außen anders aus und es befindet sich wirklich ein Pub am nächsten. Diesen Teil von Dublin fande ich mit am schönsten, denn es war sehr bunt und lebendig dort und man konnte sich gar nicht entscheiden in welchen Pub man als erstes möchte. Auch an diesem Abend haben wir uns wieder in einen Pub begeben und man muss sagen, der Unterschied zu Belfast war deutlich zu erkennen. Viel mehr Menschen, viel bessere Stimmung und es gab sogar irische Livemusik und ein professionelles irisches Tanzpaar. An diesem Abend habe ich die irische Kultur wirklich mit dem Herzen gespürt und wir alle bekamen dieses wundervolle und fröhliche "Irland feeling". laughing

Freitag haben wir uns dann vormittags das "Dublin Castle" von innen angesehen, und es gab wirkich ein paar schöne Räume zu betrachten, beispielsweise war einer komplett in blau und gold gestaltet, was sehr königlich und edel wirkte. Am nachmittag sind wir dann zur nicht weit entfernten Halbinsel "Howth" gefahren. Dort hatten wir das Ziel zum Leuchtturm zu laufen uns zurück, aber das war weiter als gedacht. Mit viel Geduld und Kraft haben wir den Aussichtspunkt zum Leuchtturm aber noch erreicht und haben uns dann wieder auf den Rückweg gemacht. Diesmal haben wir mal keinen Pub Abend gemacht, weil wir am nächsten Morgen seeeehr früh aufstehen mussten, und das fiel gerade meinem Papa, der Langschläfer ist, ziemlich schwer. Samstag früh klingelte dann gegen 6 Uhr der Wecker und um 8 ging auch schon unsere zweite Bustour los. Diemal ging es an die an der Westküste gelegenen "Cliffs of Moher", das ist quasi DER Ort den man gesehen haben muss wenn man nach Irland fährt. Es dauert zwar von Dublin einige Stunden bis man dort ist, aber es lohnt sich sowas von. Die Klippen sind riesig und das wohl atembraubenste und schönste was ich je gesehen habe. Ich konnte mich gar nich satt sehen daran. Also an alle, die in ihrem Leben nochmal vorhaben nach Irland zu fliegen: schaut euch unbedingt die "Cliffs of Moher" an. Mein absoluter Lielingsort in Irland! Leider war damit unsere Woche auch schon um, aber es war schön das Highlight am letzten Tag zu haben. Abends haben wir es uns natürlich nicht entgehen lassen nochmal in einen Pub zu gehen und mit Livemusik und toller Stimmung das Ende unserer aufregenden Reise zu feiern. smile

Am Sonntag frühstückten wir noch in Ruhe und dann ging es für mich auch schon wieder zurück nach London (Weybridge) und für meinen Vater und seine Freundin nach München. Auch dieser Abschied fiel schwer, denn wir hatten eine wirklich tolle Zeit in Irland. Aber die Erinnerungen bleiben ja. Einen Tag später war mein Urlaub auch schon zu Ende und ich hatte nun die Aufgabe, die nächsten 5 Tage auf meine Gastkinder aufzupassen. Ich hatte anfangs wirklich Respekt davor, denn die längste Zeit, die ich sie bis jetzt hatte waren 2 Tage und danach war ich schon vollkommen fertig. Was sollte das also nun werden? Ich kann mit großer Erleichterung sagen, dass es besser und schöner war als ich es erwartet hatte. Da Jasmine ab Mittwoch auf eine Art Klassenfahrt gefahren ist, hatte ich die beiden auch diemal nur 2 Tage. Wir haben viel zusammen gespielt, haben einen Film zusammen geschaut und da die beiden ja schon recht groß sind haben sie sich ab und zu auch mal allein beschäftigt, während ich gekocht oder geputzt habe. Die beiden waren auch an sich nicht so anspruchsvoll und anstrengend wie sonst, was es für mich um einiges einfacher gemacht hat. Am Dienstag habe ich sie sogar dazu bekommen zum Supermakrt zu laufen (sie HASSEN es zu laufen) und wir haben dabei Wahrheit oder Pflicht gespielt, wobei wir richtig viel Spaß hatten. Gerade Jasmine war von meinen "Wahrheiten", was vorallem Geschichten aus meiner Kindheit waren (also was ich so für Dummheiten angestellt habe) so begeistert, dass ich ihr meine Stories abends während sie gebadet hat noch erzählen sollte. Zum ersten Mal habe ich gespürt, dass sie sich wirklich für mein Leben interessiert und das hat mich natürlich sehr gefreut. Im Übrigen liebt sie meine Geschichten bis heute noch! laughing

Ab Mittwoch war ich dann für die nächsten 3 Tage mit Malachai allein, und das kann manchmal echt schwierig sein, da er jetzt in die Pubertät gekommen ist und kein Bock auf nichts hat. Zu meinem Glück hat er sich aber an zwei Tagen sogenannte "playdates", also Treffen mit Freunden, organisiert. Das hieß für mich: etwas Ruhe und Freizeit, aber auch Zeit um das Haus zu putzen. Und wenn Malachai und ich dann doch mal alleine waren, dann konnte ich ihn immerhin überreden Filme mit mir anzuschauen. Im Endeffekt war die Woche mit meinen Gastkindern also viel besser und entspannter als erwartet und unsere Beziehung zueinander ist wieder einmal besser und enger geworden. smile

Es waren also 3 aufregende und schöne, aber vollkommen unterschiedliche Ferienwochen und ich bin dankbar für jede einzelne. Es tut mir im Übrigen leid, dass ihr so lange nichts mehr von mit gehört habt und mein Blog etwas eingeschlafen ist, nur ich habe im Moment immer etwas vor und abends fehlt mir einfach die Motivation. Ich gebe aber mein Bestes bis zum Schluss durchzuhalten und in den kommenden 2 Monaten noch ein paar Mal was von mir hören zu lassen.

Alles Liebe, eure Jasmin ♥

Besuch von Angi und Katrin City Hall Belfast Irland Reise mit meinem Papa und seiner Freundin Anke Giant's Causeway Dublin Temple Bar Irischer Abend Cliffs of Moher