My trip to England - it`s time for an adventure!

9 months in Surrey

30März
2018

Zwischen Schnee, Reisen & Ausflügen und Abschieden

"If you never go, you'll never know." (Wenn du nie gehst, wirst du es nie wissen.)

Hallo ihr Lieben,                                                                                                                                                    Auch diesmal hat es wieder eine Weile gedauert bis zu meinem jetzigen Blogeintrag, aber in den letzten Wochen ist so viel geschehen und es war oft so stressig, dass ich leider keine Zeit gefunden habe. Doch wie ihr wisst ist auf mich Verlass und so möchte ich euch nun erzählen, was die letzten Wochen so los war. Nur noch kurz zu meinem Zitat. Viele Menschen haben Wünsche und Träume im Leben, aber leider finden sie immer wieder eine Ausrede um sie nicht zu verwirklichen. Mein Traum war es seit vielen Jahren ein Auslandsjahr zu machen, um einfach die Erfahrung zu haben, eine andere Kultur und neue Menschen kennenzulernen und um daran als Mensch zu wachsen. Auch ich hätte viele Ausreden finden können, wie z.B. dass ich eigentlich gar nicht genug Geld habe oder es besser wäre gleich mit dem Studium anzufangen und so weiter. Es gab auch bei mir gewisse Menschen, die nicht an mich geglaubt haben und sagten ich würde es am Ende eh nicht machen. Doch hat mich das davon abgehalten es zutun? Nein! Ich bin arbeiten gegangen um mir meinen Traum zu verwirklichen und ich habe die Wut über die Leute, die nicht an mich geglaubt haben, in Stärke umgewandelt. Ich wollte gerade diesen Menschen beweisen, dass ich nicht nur rede, sondern es auch mache. Und jetzt seht mich an. Ich lebe seit fast einem halben Jahr im Ausland, bin sehr glücklich, erlebe die Zeit meines Lebens und das Wichtigste: Ich lebe meinen Traum! Also an alle da draußen, die Träume haben und glauben sie werden sich nie erfüllen: das ist Quatsch. Jeder Mensch kann seinen Traum leben, man muss nur an sich glauben und hart dafür arbeiten. Wenn ich nie ins Ausland gegangen wäre, hätte ich nie diese wundervolle Erfahrung gemacht und hätte nicht all diese wunderschönen Orte gesehen, an denen ich bereits war. smile

 In meinem letzten Blogeintrag ging es um meinen Winterurlaub im Februar und jetzt habe ich schon wieder Osterurlaub. Wie schnell die Zeit vergeht, das ist einfach unglaublich. Ich werde nun also versuchen, euch von den vergangenen 5 Wochen zu erzählen und dabei dafür zu sorgen, dass der Eintrag nicht seitenlang wird. Ob mir das jedoch gelingen wird ist eher fraglich. Meine erste Arbeitswoche nach meinem Urlaub war recht entspannt und auch das Wochenende habe ich nach meinen aufregenden Reisen nach Liverpool und Leeds ruhiger gestaltet. Am Samstag habe ich mir das Westminster Abbey von innen angeschaut, um mal wieder etwas von meiner Bucket Liste zu machen. Wie ihr bestimmt wisst haben dort Kate und William geheiratet und die Queen wurde dort gekrönt. Es war sehr beeindruckend in so einem histroisch wichtigen Gebäude zu sein und auch die Architektur war eindrucksvoll. Danach war ich noch mit Anissa in der Tate Modern, einer Gallerie für moderne Kunst. Ganz ehrlich, die moderne Kunst ist wirklich nichts für mich. Während andere Besucher wahrscheinlich nach dem schönsten Kunstwerk gesucht haben, war ich eher auf der Suche nach dem Lustigsten. Allerdings hatte man von einem Restaurant, das sich auch in der Tate befindet, einen tollen Ausblick auf die City of London mit der St. Paul's Cathedral. Dafür hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Nachdem wir noch eine leckere Bubble Waffle verspeist haben sind wir zu Margaux gefahren. Sie hatte mal wieder sturmfrei und so haben wir uns abends Burger selbst gemacht mit Süßkartoffelpommes, haben einen Film geschaut und bei ihr übernachtet. Am Sonntag musste Anissa vormittags wieder los und so sind Margaux und ich noch mit ihrem Hund Toffee Gassi gegangen und anschließend nach Walton gefahren, um ein bisschen in die Geschäfte zu schauen.

In der nächsten Woche (letzte Februarwoche) war es dann wieder stressiger, viel stressiger um ehrlich zu sein. Anfang der Woche war davon noch nichts zu ahnen, ich bekam ein großes Päckchen auf das ich mich schon lange gefreut hatte: Osterpost von Mama. Sie schickte mir Sachen, die mir hier mittlerweile gefehlt haben, wie z.B. meinen kuscheligen Bademantel, aber auch deutsche Süßigkeiten und sogar eine deutsche Zeitung für etwas "deutsche Bildung". Dienstag und Mittowch fing es dann an ziemlich viel zu schneien. Grundsätzlich ist Schnee ja keine Sensation, aber da in England im Winter so gut wie kein Schnee liegt, und wenn dann nur ein paar Zentimeter, war es eben wie ein Wunder. In den ersten Tagen wurden nicht mal Schneemobile genutzt um die Straßen frei zu räumen. Am Mittwoch lag dann schon einiges an Schnee und so brauchte meine Gastmutter doppelt so lang zu Arbeit wie sonst und ich brachte Jasmine zu Fuß zur Schule. Sie sagte, es sei das erste Mal, dass sie gerne zur Schule läuft und der beste Weg zur Schule, den sie je hatte. Die Kinder waren auch allgemein total glücklich über den Schnee, denn es hat hier wohl seit 5 Jahren nicht mehr wirklich geschneit und Jasmine erzählte mir auch, dass sie in ihrem ganzen Leben noch nie so viel Schnee gesehen hat. Auch ich freute mich natürlich über den Schnee, da ich den Schnee in Deutschland ja verpasst habe, aber für mich war es eben nicht so eine Sensation weil bei uns ja eigentlich jedes Jahr recht viel Schnee liegt. wink

Donnerstag (01.März) gingen der Stress und das Chaos dann aber richtig los. Frühs um 6 kam Jasmine auf einmal in mein Zimmer gestürmt und berichtete mir überglücklich, dass sie Schule heute ausfällt. Da ging der Tag schon mal gut los, denn ich war noch nicht einmal wach. Sie und Malachai stürmten unglaublicherweise 6.30 Uhr in den Schnee während ich mit dem Gedanken zu kämpfen hatte, was ich jetzt den ganzen Tag mit den beiden anstelle. An sich habe ich mich ja für die zwei gefreut, denn so hatten sie auch mal was vom Schnee und ich finde es auch toll, dass sie sich für solche Kleinigkeiten wie Schnee so begeistern können, aber für mich als ihr Au Pair hieß es eben viel mehr Arbeit und Stress als sonst. Meine Gastmutter fragte mich natürlich freundlicherweise ob es okay für mich ist bis abends auf die Kinder aufzupassen aber was soll ich sagen. Es gehört leider zu meinem Job an Tagen wie diesen flexibel zu sein, also hätte ich schlecht Nein sagen können. Ich finde es auch immernoch übertrieben wegen ein bisschen Schnee gleich alle Züge zu streichen und die Schulen zu schließen, aber das sind eben die Engländer. Sicherheit geht über alles und Schnee stellt irgendwie eine Art Gefahr da. An sich hätte es mich auch nicht gestört auf die Kinder aufzupassen, aber Donnerstag ist mein "Putztag" wo ich die Bäder putze und die Böden überall wische und sie erwartet eben dass ich dann sowohl das mache und mich gleichzeitig um die Kinder kümmere. Und das ist so gut wie unmöglich, gerade da Jasmine am liebsten möchte, dass ich die ganze Zeit was mit ihr mache. Ich habe den Tag aber irgendwie überlebt und ich muss sagen, wir haben auch viel Spaß gehabt. Ich habe zwar die Bäder nur grob geputzt und auch nur den Flur gewischt, aber dafür haben wir draußen einen kleinen Schneemann gebaut und Cupcakes gebacken.

Freitag ging das ganze leider von vorne los. Ich habe innerlich gebetet, dass die Schulen wieder öffnen, aber auch diesmal blieben sie geschlossen, und das obwohl der Schnee schon weniger geworden war. Diesmal war es allerdings noch schlimmer, denn meine Gastmutter hatte eine lange Schicht im Krankenhaus und so musste ich 12h auf die beiden aufpassen und ich kann euch sagen, dass ich am Abend vollkommen fertig war. Malachai war bis nachmittags bei einem Freund, also haben Jasmine und ich etwas für Melanie zum Muttertag gemalt (auf eine kleine Leinwand), wir haben Pizza selbst gemacht (die sie leider nicht wirklich mochte) und wir haben "Charlie und die Schokoladenfabrik" geschaut. Als Malachai dann wieder kam haben wir noch Wii gespielt, zusammen Abendbrot gegessen und einen weiteren Film geschaut. An sich klingt das Ganze nicht so stressig, aber Jasmine hatte viel Energie, hat mir 100 Geschichten erzählt, sich mit mir gekampelt und mich nicht eine Minute alleine gelassen. Und das hat es eben anstrengend gemacht. Meine Gastmutter kam abends gegen 21 Uhr nachhause, gab mir fairer Weise Extrageld weil ich ja mehr gearbeitet habe und ich fiel dann nur noch komplett energielos ins Bett. undecided

Am nächsten Tag, dem ersten Märzwochenende ging es dann auch schon wieder auf die nächste Reise, nach Birmingham mit Margaux. Nachdem mir auffiel, dass ich unsere Unterkunft für den falschen Tag gebucht hatte und schnell ein neues Zimmer über AirBnB gebucht hatte, konnte unser Wochenende auch starten. Auch in Birmingham lag einiges an Schnee und wir hatten leider das Tauwetter erwischt, wodurch an beiden Tagen unsere Füße komplett nass waren. Doch davon haben wir uns die Reise nicht vermiesen lassen. Samstag waren wir im Balaji Tempel (der erste Tempel, den ich je gesehen habe), in der Birmingham Cathedral und am Victoria Square. Abends haben wir dann mal wieder im Wetherspoons gegessen, der beste Ort um leckeres Essen für wenig Geld zu bekommen. Sonntag ging es dann vormittags in die Cadbury World. Cadbury ist sowas wie die Milka Schokolade in Deutschland. Wir haben viel Schokolade bekommen und gegessen, aber abgesehen davon war es sehr interessant so viel über die Geschichte und Herstellung der Schokolade und dessen Vermarktung zu erfahren, aber auch darüber wie sie bekannt wurde. Nachmittags sind wir dann wieder mit dem Bus in das Zentrum gefahren, wo wir uns noch die Symphony Hall, den Chamberlain Square, das Rathaus und das St Martin Bull Ring Platz angeschaut haben. Wie eigentlich immer hatten Margaux und ich eine Menge Spaß und ein aufregendes Wochenende.

Als ich von Birmingham am Sonntag Abend wieder kam, war der Schnee in Weybridge zum Glück komplett geschmolzen, was mich sehr erleichterte aufgrund der Tatsache, dass ich die folgende Woche wieder mehr Zeit für mich, meine Freunde und den Haushalt hatte. Das zweite Märzwochenende (10. und 11.03.) habe ich wieder in London verbracht. Samstag besuchten Margaux, Zoé und ich die Houses of Parliament. Wir machten eine Audio Tour, wobei ich viel über das Parlament von Großbritannien lernte. Es war auch an sich sehr interessant und toll, in den Räumen zu stehen, wo sonst die ganzen Politiker und die Ministerpräsidentin Theresa May sonst immer ihre Sitzungen haben, über Gesetze abstimmen oder auch über die Probleme der Welt und mögliche Lösungen diskutieren. Am Sonntag habe ich mich dann mit meiner deutschen Freundin Katharina in Kingston getroffen. Wir waren shoppen und abends in einem bayrischen Restaurant. Es war total verrückt in England Käsespätzle zu essen, aber sie haben tatsächlich wie in Bayern geschmeckt. laughing

Während der nächten Woche habe ich dann endlich den Dreh raus bekommen, wie mn ein super leckeres und cremiges Mac & Chesse hinbekommt. Samstag hieß es dann Abschied nehmen von meiner Freundin Anissa, die zwei Tage später leider schon wieder in die Schweiz zurück flog. Margaux, Anissa und ich haben am Samstag den St Patrick's Day in London gefeiert mit grünen Haarreifen und Irland Flaggen. Das Wetter war leider nicht ganz so gut aber wir haben trotzdem einige Leute getroffen, die wie wir in Feierstimmung waren und uns freundlich grüßten. Abends aßen wir dann bei Vapiano und danach feierten wir noch ein bisschen in einem überfüllten aber süßen irischen Pub. Der Abschied am Bahnhof fiel uns sehr schwer. Anissa ist die erste von meinen Freunden, die ich hier im Oktober kennengelernt habe und durch unsere gemeinsamen Reisen und Ausflüge ist sie mir sehr ans Herz gewachsen. Natürlich gehört auch das Abschied nehmen zum Au Pair sein, aber wir haben uns schon versprochen, dass wir versuchen uns einmal im Jahr entweder in Frankreich, der Schweiz oder bei mir in Deutschland zu treffen. Falls du das liest Anissa, danke für die tolle Zeit und bis ganz bald! smile Am Sonntag waren Margaux und ich dann noch einmal in London um uns die St Patrick's Day Parade am Piccadilly Circus anzuschauen. Es war ziemlich kalt aber wir haben gut durchgehalten. Danach haben wir uns in der National Gallery aufgewärmt und waren dann noch etwas auf dem Trafalgar Square, wo das eigentliche Festival des St Patrick's Day statt fand. Trotz des schlechtes Wetters hatten wir ein schönes (grünes) Wochenende in London.

Momentan habe ich meinen Osterurlaub, der über zwei Wochen geht. Nach den aufregenden und anstrengenden Wochen bin ich ziemlich dankbar dafür. Die erste Woche, in der meine beste Freundin und ihre Mutter mich besucht haben, ist leider schon so gut wie rum. Doch wie ihr mich kennt, steht das nächste Abenteuer für die nächste Woche schon bevor. Wo es diesmal hingeht? Passend nach dem St Patrick's Day geht es in das schöne Irland!!! Mein Papa kommt morgen mit seiner Freundin nach London und am Sonntag fliegen wir schon nach Belfast. Ich bin schon ganz aufgregt und freue mich sehr darauf. In ein paar Wochen werde ich euch dann von meiner letzten Arbeitswoche vor den Ferien, den Besuch von meiner Freundin und ihrer Mutter, meiner Reise nach Irland mit meinem Vater und seiner Freundin, und zu guter letzt von meiner Ferienwoche mit den Kindern berichten. laughing

Ich wünsche euch ein schönes Osterfest und bis ganz bald!

Alles Liebe, eure Jasmin ♥

Sebastian, the snowman Balaji Temple in Birmingham Cadbury World Birmingham Houses of Parliament St Patrick's Day mit Margaux und Anissa